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Eckard Beyer

Eckard Beyer 

Foto: Oberlinhaus

Eckard Beyer wurde am 29. August 1924 in Stettin als zweiter Sohn von Erika und Erich Beyer geboren und christlich erzogen. Seine Kindheit verbrachte er in Stettin und besuchte dort das Marienstiftgymnasium bis zum Abitur. 1942 ließ er sich, den Einberufungsbefehl in den Händen, in die theologische Fakultät der Greifswalder Universität einschreiben.

Nach dem Krieg begann Eckard Beyer am 1. November 1945 sein Studium der Theologie in der wiedereröffneten 'Theologischen Schule' in Bethel bei Bielefeld. Ganz wesentlich hatte ihn Professor D. Heinrich Rendtorff aus Kiel darin bestärkt, sich für diesen Weg zu entscheiden. An der Universität Göttingen setzte er das Studium fort, bis ihn dort der Ruf des damaligen Bischofs Otto Dibelius erreichte, daß im Osten Deutschlands viele Pfarrstellen unbesetzt seien und junge Theologen dringend zu Aufbau der Gemeinden gebraucht würden.

Eckard Beyer ging nach Greifswald und legte im März 1950 an der Theologischen Fakultät sein erstes theologisches Examen ab. 1950 war Beyer als Vikar in Wolgast und studierte anschließend am Predigerseminar in Wittenberg. Von Dezember 1950 bis zum Mai 1951 setzte Eckard Beyer sein Vikariat in Altenkirchen (Insel Rügen) fort. Von Altenkirchen wurde Eckard Beyer nach Greifswald als Vikar in das Amt für Innere Mission berufen. Nach seinem zweiten Theologischen Examen im September 1951 trat er die Stelle als Hilfsprediger im gleichen Amt an. Über Greifswald und Pasewalk kam er nach Beggerow (Kreis Demmin), wo er von 1952 - 55 Gemeindepfarrer war.

1955 erreichte Eckard Beyer der Ruf, als zweiter Pfarrer in das Oberlinhaus nach Potsdam Babelsberg zu wechseln. Mit vielen Vortragsreisen in den Kirchengemeinden der DDR verbreitete er das Anliegen der Arbeit im Oberlinhaus. Seine besondere Aufgabe sah Pastor Beyer in der Fürsorge für die mehrfach-sinnesgeschädigten Menschen im Oberlinhaus. Schnell erlernte er die Kommunikationstechniken der Taubblinden und verbrachte, unter Einbindung seiner Familie, bei gemeinsamen Feiern und Reisen viel Zeit mit ihnen. 1962 geht Vorsteher Pfarrer Kleinau in den Ruhestand und Eckard Beyer wird vom Zentralvorstand des Oberlinvereins zum Nachfolger berufen. 1974 - zum 100 järigen Jubiläum des Oberlinhauses wird Pastor Eckard Beyer der Titel Kirchenrat verliehen.

In dieser Zeit begannen die langwierigen Verhandlungen mit den staatlichen Behörden um den Neubau eines Wohnheimes für die schwerkörperbehinderten Bewohner. Am 14. Dezember 1979 wird der Grundstein für das zukünftige Reinhold-Kleinau-Haus gelegt, am 28. Januar 1983 konnte es eingeweiht werden. Von den Anstrengungen der letzten Jahre gezeichnet, übergab Pastor Beyer das neue Haus an die Bewohner. Für die Bewohner, Mitarbeiter und Eckard Beyer ein großer und wichtiger Tag. Es sollte aber auch sein letzter Arbeitstag sein. Seine Kräfte versagten ihm den Dienst. Eine Untersuchung ergab die Diagnose: 'inoperabler Gehirntumor'. Am Abend des 7. September 1983, kurz nach dem Abendläuten schlief er im Kreis seiner Familie friedlich ein und wurde unter großer Anteilnahme am 14. September auf dem Goethefriedhof in Babelsberg beigesetzt.

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