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Thusnelda von Saldern

Thusnelda von Saldern 

Foto: Oberlinhaus

Thusnelda von Saldern wurde am 3. Oktober 1837 in Potsdam geboren. Sie stammte gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester als erste von insgesamt fünf Kindern aus der Brandenburger Familie des preußischen Landrats Gustav von Saldern und seiner Frau. Die Familie hatte eine enge kirchliche Bindung und erzog auch ihre Kinder in der damaligen Tradition adliger Familien.

1854 erschien bereits eine Übersetzungsarbeit von Thusnelda von Saldern, da war sie keine 17 Jahre alt. Herausgeber dieses Buches war übrigens Johann von Wichern, dessen 200. Geburtstag wir am 21. April 2008 feierten.

Thusnelda begann früh mit der Fürsorge für Arme und Kranke. In einem Diakonissen-Mutterhaus in Breslau absolvierte sie eine Krankenpflegeausbildung. Nach dem Tod ihrer Eltern führte sie eine Zeit ihrem Onkel den Haushalt, ehe sie in das Kloster Marienberg zur weiteren Ausbildung ging. Von dort berief sie der damalige sog. Zentralvorstand des Oberlinvereins am 26.10.1879 als erste Diakonisse und erste Oberin an das entstehende Oberlinhaus hier nach Potsdam. Unter ihrer Verantwortung wurden zahlreiche junge Frauen und Diakonissen für die Arbeit in den unterschiedlichsten sozial-diakonischen Feldern ausgebildet.
Das war die Arbeit in der Gemeindepflege, in Kleinkinderschulen, in Kranken- und Siechenhäusern sowie in Einrichtungen zur Pflege körperbehinderter und taubstummer Kinder. Auch heute alles noch Arbeitsfelder des Oberlinhauses.

Am 1. Januar 1906 übergab Schwester Thusnelda altersbedingt ihre Ämter und ging als Hausmutter in das Hospitz "Buchenhaus" in Grenzdorf (Schlesien), in dem sich eine von ihr errichtete Schwesternstation des Mutterhauses befand. Sie verstarb am 12. Mai 1910 in Hoym (Anhalt). Beerdigt wurde sie am Pfingstmontag, den 16. Mai 1910, auf dem heutigen Goethe-Friedhof hier in Potsdam.

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