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Neue Wohnangebote im Herzen von Babelsberg

Zusammen mit ProPotsdam will das Oberlinhaus in der Potsdamer Goethestraße Einzelwohnungen oder kleine Wohngemeinschaften für Menschen mit Beeinträchtigungen schaffen, die selbstbestimmt ihr Leben meistern möchten. Auch Wohnangebote für Menschen mit Autismus soll es geben.

Vereinte Kräfte in der Goethestraße: Dr. Matthias Fichtmüller mit den ProPotsdam-Geschäftsführern Jörn-Michael Westphal und Bert Nicke (v.l.n.r.) @ Benjamin Maltry

In einem wegweisenden Pilotprojekt soll ein Zuhause für Menschen mit besonderen Bedürfnissen entstehen – mit maßgeschneiderten Angeboten. Denn wer mit Teilhabebeschränkungen lebt, hat besondere Bedürfnisse. „Menschen mit Autismus brauchen beispielsweise eine eher ruhige, reizarme Umgebung. Wer in seinem Bewegungsradius eingeschränkt oder auf einen Rollstuhl angewiesen ist, benötigt breite Türen, barrierefreie Bäder und einen Fahrstuhl“, erläutert Dr. Matthias Fichtmüller, Theologischer Vorstand des Oberlinhaus. „Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen wird die Orientierung mit Leitsystemen und Kontrasten erleichtert. Hörbeeinträchtigte erkennen dagegen mithilfe von Lichtsignalanlagen, wenn jemand an der Tür klingelt.“

Um den künftigen Mietern passgenaue vier Wände bieten zu können, will die ProPotsdam eine 3.000 Quadratmeter große Fläche in der Goethestraße 35/37 von der Stadt er¬werben. „Hier können nach ersten Planungen zur Straße hin ein größeres Ge¬bäude mit drei Stockwerken und im hinteren Bereich sechs zweigeschossige Reihenhäuser errichtet werden“, erklärt Bert Nicke, Geschäftsführer der ProPotsdam. Nutzer wäre dann das Oberlinhaus. Es sollen Einzelwohnungen oder kleine Wohngemeinschaften entstehen. Für Menschen mit Autismus könnte dann ein rund um die Uhr von Fachkräften betreutes stationäres Wohnangebot geschaffen werden.

„Wer behindertengerechten Wohnraum baut und anbietet, denkt an die Zukunft und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Nur mit der ProPotsdam als starken kommunalen Partner an unserer Seite haben wir die Möglichkeit, dieses besondere Projekt so zu verwirklichen“, sagt Dr. Matthias Fichtmüller.

Der Wille, das Bauvorhaben ge¬meinsam zu stemmen, ist groß. Bert Nicke hält einen Baubeginn in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 und eine Fertigstellung bis Mitte 2024 für möglich. Die Kooperation von zwei so gewichtigen Akteuren ist einzigartig, findet Dr. Matthias Fichtmüller. „Wir sind die Experten für Menschen mit Teilha¬bebeschränkung, die ProPotsdam die Spezialistin für bezahlbaren Wohn¬raum. Wenn wir unsere Kompetenzen bündeln, kann nur Gutes dabei heraus-kommen.“

Weitere Informationen zum Vorhaben gibt's in der aktuellen Ausgabe der „EINSVIER“ – dem Magazin der ProPotsdam: bit.ly/3zZOXf9

Pressestelle Oberlinhaus