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Ludwig Gerhard

Am 29.12.1875 wurde Ludwig Gerhard in Berlin geboren. Im Jahre 1886 kam er als erster Patient ins Oberlinhaus. Ludwig war seit seiner Geburt vollständig gelähmt. Er musste angekleidet werden und seine Sprache war durch starkes Stottern behindert. Im Oberlinhaus erfuhr Ludwig eine intensive Förderung. 1886 war dies noch eine Aktion, die vom Oberlinhaus allein getragen, von der Armendirektion Berlin unterstützt und von vielen privaten Mitgliedern des Oberlinvereins ins Leben gerufen und gefördert wurde.
Hinsichtlich seiner körperlichen und geistigen Entwicklung machte der Junge im Oberlinhaus große Fortschritte. Durch gute Ernährung, Aufenthalt und Bewegung an frischer Luft, Massagen und vorschriftsmäßiges Bewegen der gelähmten Glieder nahm das Gehvermögen allmählich zu. Der Knabe lernte, an zwei Stöcken über längere Zeit und größere Strecken zu gehen. Die Geschicklichkeit und Kraft der Hände nahmen ebenfalls zu und es bedurfte beim Essen und Ankleiden keiner Hilfen mehr. Seine geistige Entwicklung wurde besonders durch den Unterricht in biblischer Geschichte, Lesen, Schreiben, Rechnen, Katechismus, Geschichte, Naturgeschichte, Geographie, Anschauung und Singen gefördert. Ostern 1891 wurde Ludwig in der Oberlinkirche konfirmiert. Ludwig wurde auch in Handarbeiten angeleitet. Er bearbeitete zuerst Papier zu Lesezeichen, dann besserte er Stühle und Körbe aus, bis zu seiner Entlassung beschäftigte er sich mit Bürsten binden.
1895 kehrte er nach neun Jahren im Oberlinhaus zu seiner Mutter nach Berlin zurück.

Die ehemalige Schülerwohnstätte der LebensWelten trägt seit dem 13.03.2008 zu seinem Gedenken den Namen Ludwig-Gerhard-Haus.

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